BUND-Bundesvorstand schreibt an die MitgliederInnen

Liebes BUND-Mitglied,

sicher sind Sie vom Krieg in der Ukraine ähnlich geschockt wie wir! Bomben und Raketen töten wehrlose Menschen mitten in Europa. Tiefe Traurigkeit und Wut mischen sich mit Bewunderung für die Menschen in der Ukraine, die sich nicht beugen. Gleichzeitig sind wir dankbar, wenn wir sehen, wie Kolleginnen und Kollegen, wie zahlreiche Mitglieder zusammenrücken und Geflüchtete bei sich aufnehmen oder ihnen helfen.

Viele unserer Mitglieder erinnern sich noch an die Nachrichten von vor 36 Jahren: Der GAU in Tschernobyl brachte damals Tod, Krankheit und verstrahlte Erde.
Dieser Reaktor, der auch heute ohne permanente Kühlung nicht sicher ist, wurde vom russischen Militär besetzt. Und auch die laufenden vier Atomkraftwerke in der Ukraine sind von Kriegshandlungen bedroht.

Ausgerechnet in dieser Situation fordert der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, die Atomkraftwerke in Deutschland „drei, vier oder fünf Jahre länger“ laufen zu lassen. Er behauptet allen Ernstes, Atomenergie sei „billig, sicher und absolut klimafreundlich“. Wir sind erschüttert, wie populistisch, geschichtsvergessen und umweltpolitisch desaströs hier Stimmung gemacht wird.

 Wir fordern: SCHLUSS MIT ATOMKRAFT!
 Unterzeichnen Sie unseren Appell


Atomkraft birgt unkalkulierbare Risiken für unsere und noch viele nachfolgende Generationen. Laufzeitverlängerungen könnten nicht einmal ansatzweise russisches Gas ersetzen. Die Diskussion soll nur davon ablenken, dass die Regierung Energieeinsparung, den engagierten Ausbau erneuerbarer Energien und eine Verkehrswende bisher mit aller Kraft blockiert.

Diese politischen Fehlentscheidungen sind der wahre Grund dafür, dass Bayern heute in hohem Maße abhängig von russischen Öl- und Gaslieferungen ist!

Wir fordern: SCHLUSS MIT FOSSILEN BRENNSTOFFEN!
 Unterzeichnen Sie unseren Appell


Nur der naturverträgliche und dezentrale Ausbau von Photovoltaik und Windkraft – vor allem in der Hand von Bürgerinnen und Bürgern – sichert eine günstige, klimaneutrale und unabhängige Energieversorgung.
Nur damit können wir den Klimawandel noch aufhalten und die Artenvielfalt in Bayern retten. Trockenheit, Hitze und Unwetter bedrohen nicht nur Menschen, sondern auch Wälder, Feuchtgebiete und andere Lebensräume.

Deshalb brauchen wir jetzt eine Kraftanstrengung für die Zukunft: für ein klimaneutrales, von fossilen Brennstoffen und Atomkraft unabhängiges Bayern!

DAFÜR FORDERN WIR:
Ein Sofortprogramm für Energieeinsparung in Bayern

Die Blockade der Windkraft in Bayern muss endlich beendet werden. Durch die 10-H-Regel wurde 2021 kein einziges neues Windrad beantragt. Dabei kann Windkraft bis 2040 die Hälfte des Energiebedarfs in Bayern auf weniger als zwei Prozent der Landesfläche decken

Eine Solarpflicht für alle Neubauten und alle öffentlichen Gebäude. Bayern kann bis 2040 über 40 Prozent seines Energiebedarfs aus Solarenergie beziehen

Um das durchzusetzen, brauchen wir jetzt Ihre Unterstützung.

Liebes Mitglied,

zeigen wir gemeinsam Ministerpräsident Markus Söder, dass Bayern zukunftsfähig werden will!


 Unterzeichnen Sie unseren Appell  


Bitte unterstützen Sie unsere Aktivitäten für die Energiewende jetzt auch mit Ihrer Spende.

Was kann Ihre Spende bewirken? Damit der Ausbau der erneuerbaren Energien naturverträglich
erfolgt, müssen wir uns in allen Landkreisen Bayerns in die Planungsverfahren einbringen. Für
effektive Energieeinsparung vernetzen wir Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Kommunen
und Wissenschaft mit Praktikerinnen und Praktikern. Wir klären Mitglieder und Bevölkerung mit
unserer Öffentlichkeitsarbeit über Chancen der Energiewende sowie falsche Versprechungen der
„Weiter-so-Fraktion“ auf.


 Jetzt Spenden  

Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung.

Herzlich Ihr(e) Vorstände des BUND (Bilder siehe oben)

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Mochovce ist ein Ort in der Slowakei

Schon beim Bau dieses Kraftwerkes gab es zahlreiche Pannen.

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Stilllegung und Abriss des AKW in Grafenrheinfeld

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Aktuelle Termine

Gedenktag: Havarie des Atomkraftwerkes in Tschernobyl 26.04.1986

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl hat Westeuropa unvorbereitet getroffen. Sie zeigte, dass wir noch nicht einmal für eine zivile Beeinträchtigung durch atomare [...]

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Gedenktag: Havarie des Atomkraftwerkes Fukushima 11.03.2011

Gedenktage für negative Ereignisse sind wichtig, da unser Gedächtnis diese gerne verdrängt. Sie bieten jedoch die Chance daraus zu lernen. Gleichwohl setzen diejenigen, [...]

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Gedenktag: Havarie des Atomkraftwerkes Harrisburg am 28.03.1979

Über 40 Jahre ist es nun her, aber die Politiker weltweit haben nichts gelernt - weil sie selbst nicht betroffen waren - und in Deutschland brauchte es erst die [...]

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